Trinkwasserverordnung


Die Trinkwasserverordnung § 4 (2) überträgt dem Unternehmer und dem Inhaber einer Wasserversorgungsanlage (Betreiber, wie z.B. Grundstücks- oder Hauseigentümer) die Verantwortung, dass das Wasser an den Entnahmestelle der Wasserkategorie 1 entspricht und somit kühl, klar, geruchsneutral, wohlschmeckend und als wichtigstes frei von jeglichen Verunreinigungen durch Keine oder andere Erreger.

 

Nach den mikrobiologischen Anforderungen der Trinkwasserverordnung dürfen im Trinkwasser keine Krankheitserreger in Konzentrationen enthalten sein, die zu einer Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit führen können.

 

Ebenso dürfen die Grenzwerte für chemische Parameter wie z.B. Metallkonzentrationen für Blei, Nickel oder Kupfer nicht überschritten werden.

 

Die Stelle der Einhaltung der Parameter aus der Trinkwasserverordnung sind die Entnahmestellen, die Trinkwasser für den menschlichen Gebrauch bereitstellen.

 

Die Gesundheitsämter sind verpflichtet, Wasservesorgungsanlagen, aus denen Wasser für die Öffentlichkeit, insbesondere in Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Gaststätten und sonstigen Gemeinschaftseinrichtungen, bereitgestellt wird, zu überwachen.

Wenn dem Gesundheitsamt Beanstandungen aus anderen Wasserversorgungsanlagen, wie z.B. Wohnhäusern Gewerbe- oder Industriegebäuden bekannt werden, können auch diese in die Überwachung einbezogen werden.

 

Diese Anforderungen machen eine saubere, fachgerechte Installation, eine hygienisch einwandfreie Dichtheitsprüfung, sorgfältige Inbetriebnahme sowie eine durch einen akkreditierten Trinkwasserprobenehmer genommen Probe um im Voraus eine mögliche Kontamination festzustellen, erforderlich.

 

Nach DIN EN 806-4 "Installation", Abschnitt 6.1 "Befüllung und hydrostatische Druckprüfung von Installationen innerhalb von Gebäuden für Wasser für den menschlichen Gebrauch" kann die Dichtheitsprüfung mit Wasser, Öl freier und sauberer Luft oder Intergasen durchgeführt werden.

 

·         Dichtheitsprüfung mit inerten Gasen

 

In Gebäuden, in denen erhöhte hygienische Anforderungen bestehen, wie z.B. bei medizinischen Einrichtungen, Krankenhäusern, Arztpraxen, etc. kann die Verwendung von inerten Gasen gefordert werden, um eine Kondensation der Luftfeuchtigkeit in der Rohrleitung auszuschließen.

 

·         Dichtheitsprüfung mit Druckluft

 

Die Dichtheitsprüfung ist mit Luft durchzuführen, wenn

 

 -      eine längere Stillstandzeit von der Dichtheitsprüfung bis zur Inbetriebnahme,

         insbesondere bei durchschnittlichen Umgebungstemperaturen >25°C zu

         erwarten ist, um mögliches Bakterienwachstum auszuschließen,

 

 

 -      die Rohrleitung von der Dichtheitsprüfung bis zur Inbetriebnahme, z.B. auf Grund

        Einer Frostperiode, nicht vollständig gefüllt bleiben kann,

 

 -      die Korrosionsbeständigkeit eines Werkstoffes in einer teilentleerten Leitung

         gefährdet ist.

 

·         Dichtheitsprüfung mit Wasser

 

Die Dichtheitsprüfung mit Wasser kann durchgeführt werden, wenn vom Zeitpunkt der

Dichtheitsprüfung bis zur Inbetriebnahme der Trinkwasser-Installation in regelmäßigen 

Abständen, spätestens nach sieben Tagen, ein Wasseraustausch sichergestellt wird.

Zusätzlich, wenn

  

 -     sichergestellt ist, dass der Haus- oder Bauwasseranschluss geprüft und dadurch für

       den Anschluss und Betrieb freigegeben ist,

 

 -     die Befüllung des Leitungssystems über hygienisch einwandfreie Komponenten

        erfolgt,

 

 -      von der Dichtheitsprüfung bis zur Inbetriebnahme die Anlage vollgefüllt bleibt und

        eine Teil Befüllung vermieden werden kann.

 

 

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